

1946 - 1974
Am 21.3.1947 liegt die Erlaubnis des University-Controll-Officier, Mr. Carter, zur Gründung des Akademischen Clubs Hannover vor. Mr. Carter durfte allerdings nicht wissen, daß der AC nur eine Nachfolgeorganisation des ASV bzw. der Kameradschaft Skagerrak war. Die Gründung des Clubs erfolgte von Wittleder, Glöyer und Niehage. Der "Club" zählte 16 Mitglieder sowie 8 Förderer. Die damaligen ACer saßen außerdem in der Leitung des Asta. Das neue Heim des AC stand in der Brühlstraße.
Im Frühjahr 1948 konnte die in der Hochschule verborgen gehaltene "Loki III" wieder nach Steinhude gebracht werden. Einige Jahre später kam es am 3.5.1951 zur Umbenennung in den ASV z. H. Kurz darauf, am 3.5.1952 fand die Gründung des Akademischen Seglerverbandes in Hannover statt. Darin vertreten waren: ASV Berlin, Danzig, Kiel, München, Rostock, Hannover. Später, 1973 schloß sich noch der USV Düsseldorf an. In einer neuen Form war das Kartell der Akademischen Seglervereine wiederaufgelebt; und zwar in Gestalt einer Arbeitsgemeinschaft, die segelsportliche Interessen im Sinne der Ziele der akademischen Seglervereine vertritt.
Um eine feste Bleibe für die Segler zu finden, erwarben die AH² am 20.5.1952 das jetzige Seglerheim zu Steinhude und unterzeichneten einen Pachtvertrag über 30 Jahre auf das Grundstück am Meer. Die beiden winzigen, dunklen Zimmer bei Reinking waren einem eigenen Haus gewichen. Damit war ein Zentrum geschaffen, indem sich das Segelleben ungehindert entwickeln konnte. Die A-Schein Ausbildung erfolgte zu jener Zeit auf dem Maschsee.
Die Entwicklung in Hannover war ebenfalls nicht stehengeblieben. 1956 wurde das neue Haus in der Wilhelmshavener Straße erbaut, das dem gedeihlicheren Zusammenleben der Bb² dienen sollte. Alsbald zogen die ersten Bb² aufs Haus. Zum Erwerb weiterführender Scheine und zur Förderung des Hochseesegelns wurden und werden Seereisen auf von Bb² gecharterten Yachten durchgeführt.
Aus juristischen Erwägungen wurden den bisher bestehenden 4 Vereinen 1963 ein 5. hinzugefügt, der ASVz.H.e.V. Vorher bestanden: Verein Studentenheim Gerberstraße 20 e.V. und Akademischer Seglerverein Steinhude e.V., die aus finanziellen Gründen bestehen, sowie die Altherrenschaft des Akademischen Seglervereins z.H.e.V. und dem Akademischen Seglerverein z.H., der Aktivitas.
Im Zuge der Emanzipation der Frau stellte sich auch dem ASV die Frage der Mädchenmitgliedschaft. Die letzte Satzungsänderung der Aktivitas vom 22.6.72 trug dieser Entwicklung Rechnung. So heißt es dort unter anderm: "Der ASV besteht aus aktiven und inaktiven Bundesbrüdern und Bundesschwestern."
Ebenfalls 1972 wurde der ASV Mitglied des Miltenberg-Wernigeroder Ringes (MWR), der aus der Verschmelzung von WSV und Miltenberger Ring hervorging.
Besonderer Wert wird nach wie vor auf die Werbung des Nachwuchses gelegt. Um den Studierenden Einblick in den ASV zugeben, wird in jedem WS theoretischer A-Scheinunterricht nicht nur für ASVer, sondern auch für alle interessierten Studenten in Hannover, erteilt. Im Sommer erfolgt die praktische A-Scheinausbildung in Steinhude. Damit das immer so sein kann, braucht der ASV eigenen Grund und Boden; denn zum großen Leidwesen aller Segler läuft der Pachtvertrag 1982 unwiderruflich ab.
Die bescheidene finanzielle Lage des ASVs hätte dieses Vorhaben fast vereitelt, als es einem Bb überraschend gelang ein preisgünstiges Grundstück in Mardorf zu ermitteln. Der Kaufvertrag wurde 1973 unterzeichnet. Das Fundament für weitere Jahrzehnte ASV-Verbindungsleben ist damit gelegt.